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Das war 2018.

Der Jahresrückblick, auf den alle hier gewartet haben, ist endlich da. Ich blicke auf 365 Tage Zweitausendachtzehn zurück und rede mir Dinge schöner und schlechter als sie wahrscheinlich zum Zeitpunkt des Eintretens wirklich waren.

Zuallererst: 2018 war … okay. Ich hab das Jahr über immer gesagt: 2018 beginnt ganz viel wieder gut zu laufen, aber in Wahrheit ist das alles eine Vorbereitung auf das grandiose Jahr 2019. Ja, Leute, so setzt man ein neues Jahr schon vor Anbeginn dermaßen unter Druck – das muss dann einfach gut laufen. (Sonst muss 2020 richtig toll werden, ihr wisst schon)

Was gut lief

  • Ich habe innerhalb eines Jahres (von November bis November) 27 Kilo abgenommen.
  • Ich habe Sport (!) für mich entdeckt – dank der Überredungskünste meiner besten Freundin und einer dann abgeschlossenen Jahresmitgliedschaft beim FitInn (die ich das Jahr über definitiv ausgenutzt hab)
  • Ich persönlich lief gut – beim Vienna Night Run bin ich zum ersten Mal seit 18 Jahren wieder einmal fünf Kilometer durchgelaufen.
  • Selten habe ich mehr gelesen als in diesem Jahr – Printbücher, eBooks und Hörbücher … 75 Werke sind jetzt in meinem Kopf. Und das ist schön.
  • Ich habe es in folgende Literaturzeitschriften geschafft: Landstrich, DUM, etcetera, &radieschen, Ausreisser
  • Ich durfte an mehreren Abenden meine Texte vor Zuhörenden vorlesen.
  • Ich habe es in folgende Literaturanthologie geschafft: Leseblüten 12 – So schön die Nacht
  • 2019 erscheinen drei weitere Bücher mit Texten von mir: die Anthologie zur Mölltaler Geschichten Festival, die Anthologie des Werkkreis Literatur der Arbeitswelt und die Anthologie „Verlassene Orte“ des Verlags pmachinery.
  • Beruflich habe ich Stunden aufgestockt und bin jetzt offiziell „Projekt- und Contentmanager“. Und es gefällt mir sehr.
  • Das Jahr über habe ich den Journalismus links liegen lassen und mich auf die Literatur konzentriert – eine sehr gute Entscheidung.
  • Aufgrund meiner Tweets zur Regierung kann ich die Arbeit im Politikjournalismus wohl eh für immer abschreiben.
  • Außerdem war ich nach vielen Jahren Pause 2018 wieder einmal Blutspenden – drei Mal. Und das möchte ich auch 2019 wieder fortsetzen.

Was nicht gut lief

2017 habe ich euch hier von meinem Hörsturz erzählt. Diese Geschichte hat mich 2018 auch noch beschäftigt. Nach einem Akuthörstürz im Februar wurde ich Ende dieses Monats auch am Ohr operiert. Diese OP hätte dazu dienen sollen, dass die ständigen neuen Hörstürze aufhören – mehrfach betont wurde, dass es am Hörvermögen/Hörverlust wohl nichts verändern wird. Das Gegenteil war der Fall und 4 Monate lang hörte ich fast so wie früher, mit einem kaum bemerkbaren Tinnitus.

Der kam dann im Juni wieder – und seither hatte ich auch wieder einige Hörstürze. Deshalb kann ich schon für 2019 vorhersagen, dass ich Mitte März noch einmal ins Krankenhaus komme. Man darf gespannt sein … vielleicht werde ich damit wieder völlig heile-heile gemacht.

Und dann wär da noch Volle Distanz. Näher zu dir. Ich hatte mir ja vorgenommen, das ganze Buch zu überarbeiten und habe es geschafft, drei Mal anzufangen. Aber dafür habe ich festgestellt, wie ich es 2019 angehen will: Ich will die ersten drei, vier Kapitel neu schreiben, perfektionieren und dann bei den Verlagen anklopfen. Wenn dann einer davon sagt: „Hey, das möchten wir gerne haben – bis 31. 8. 2019!“, dann hätte ich einen Termin. Etwas Druck, das wär schon recht wichtig.

Recap: Was ich mir 2018 vorgenommen habe

  • meinen Tieftonhörsturz besiegen
    • noch nicht, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt
  • mehr Zeit zum kreativen Schreiben haben
    • ja, die hatte ich – aber das möchte ich 2019 sogar noch stärker forcieren
  • in Literaturzeitschriften abgedruckt werden
    • oh ja, das hat geklappt!
  • Volle Distanz. Näher zu dir neu schreiben (Aufbau und Inhalt bleiben gleich, Sprache wird neu)
    • nächste Jahr, Leute, nächstes Jahr
  • weiter Kilos abnehmen und mich wieder wohler fühlen
    • I did it!
  • mehr Zeit für mich haben (und diese auch nur für mich nutzen – herrliches Nichtstun)
    • ja, aber auch das möchte ich 2019 noch stärker forcieren
  • die Liebe meines Lebens finden (oder zumindest wieder einmal nach ihr suchen)
    • gesucht habe ich, gefunden noch nicht

Was ich 2019 schaffen werde

  • meinen Tieftonhörsturz besiegen, jetzt aber wirklich (oder mit dem bleibenden Hörverlust umzugehen lernen)
  • die ersten paar Kapiteln wunderschön neu schreiben und dann einen Verlag für mein Buch finden
  • bei fünf Läufen mitlaufen (schon alles geplant)
  • weiter in Literaturzeitschriften und -anthologien abgedruckt werden
  • wieder mehr Lesungen haben (u.a. habe ich bereits einen Termin: am 2. 6. 2019 habe ich meine allererste Einzellesung im Café Anno)
  • irgendwas mit Liebe
  • mehr Liebe
  • LIEBE!
  • und Ruhe
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Sie müssen mich verstehen … ich hör Sie schlecht!

Im August 2017 wurde mir zum ersten Mal gesagt, dass es sich bei meinem Problem nicht um ein einseitig chronisch stark verschlagenes Ohr aufgrund einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung handelt, sondern um einen Tieftonhörsturz im linken Ohr. War die erste Diagnose eine Mischung aus Google, Gefühl und Hausarzt, bekam ich die zweite bei einer Fachärztin, spezialisiert auf den Bereich von Hals, Nase und Ohren.

Heute, im Februar 2018, gehe ich immer noch regelmäßig zur Ärztin oder auch in die HNO-Ambulanz in ein Krankenhaus. Manchmal wird es besser, manchmal schlechter – aber ich gebe natürlich die Hoffnung erst auf, wenn nichts mehr geht. Wenn sich nichts mehr verändert und ich den Zustand schließlich so hinnehmen muss. Aber bis dahin will ich nichts unversucht lassen – und hiermit auch offiziell predigen: Wenn dir etwas fehlt, wenn irgendeine Funktion in deinem Körper nicht normal ihren Dienst ableistet, schau zu einem Facharzt bzw. einer Fachärztin. So bald wie möglich.

Wie alles begann

Das erste Mal hatte ich diese „verschlagenen Ohren“, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, irgendwann im Herbst 2008. Das kann ich deshalb so gut einschränken, weil ich damals zum Hausarzt ging, Antibiotika, Schleimlöser, Nasenspray usw. verschrieben bekam und all das dann in einer meiner ersten Wochen in Wien zu mir nahm. Es ging wieder weg, vielleicht waren es auch wirklich nur verschlagene Ohren, wer weiß das schon. 2011, in St. Pölten, hatte ich dann Angst, vor meinem Flug nach Stockholm, dass dieses Druckgefühl im Ohr beim Fliegen Probleme bereiten könnte – ich bekam vom dortigen HNO-Arzt das Medikament „Clarinase“ und einen Termin für einen Allergietest (mit dem Ergebnis: Hausstaubmilben!). Den Flug überstand ich, das Gefühl der verschlagenen Ohren ging auch weg. Aber all die Jahre über kam es immer wieder.

Das, jetzt, das begann ungefähr Ende 2016, Anfang 2017. Ich dachte noch: Typisch – in der Winterzeit. Vor meiner Masterprüfung ging ich dann noch zum Hausarzt, bekam zwei Wochen lang Antibiotika (sehr witzig dazu: das eine Antibiotika half überhaupt nicht gegen den Hörsturz, dafür beseitigte er einen Hautausschlag am Hinterkopf, der die letzten fünfzehn Jahre immer wieder auftrat und an der selbst eine Hautärztin scheiterte, er ist seither verschwunden; das zweite Antibiotika brachte eine leichte Verbesserung beim Hören), aber es ging nie weg. Und nachdem ich in regelmäßigen Telefonaten mit meiner Mama stets über meine kaputte Akustik jammerte, hab ich schließlich 1. eine HNO-Ärztin in meiner direkten Nähe gefunden bei der man 2. sogar zeitnah Online-Termine ausmachen konnte.

Seither nehme ich in nicht normalem Ausmaß Kortisontabletten, Kortisonnasensprays oder Kortisonnasentropfen, testweise auch mal Tabletten gegen Morbus Menière (weil ich es – selten aber doch – auch mit sehr starkem Schwindel zu tun hatte), normalen Schwindel-/Reisekrankheittabletten, zwischendurch auch mal wieder Antibiotika und klassischen Nasen- und Meersalznasensprays zu mir. Ich weiß seit November: Ich passe auch in ein MRT. Und könnte man bei Hörtests irgendetwas auswendig lernen, ich hätte das bereits längst geschafft. Das Ergebnis: Es geht immer wieder bergauf und auch bergab. Es ist und bleibt spannend.

Ganz, ganz kurze Info: Hörstürze entstehen durch laute Musik oder Stress. Und ich höre nie laute Musik.

Reden ja, zuhören nein!

Ein Tieftonhörsturz ist wie ein Hörsturz, nur ist er nicht so krass, dass man ihn gleich für einen Hörsturz halten muss. Ich habe normale, vor allem hellere weibliche und männliche Stimmen weiterhin gut verstanden, Probleme hatte und habe ich hingegen in Räumen mit vielen Menschen, in Runden mit vielen Männern mit tiefen Stimmen und überhaupt in Momenten, wo ich mich ganz genau auf eine Stimme fokussieren muss, während andere Eindrücke auf mich einprasseln. Nachfragen wie „Wie bitte?“, „Sorry?“, „Was?“ oder das oberösterreichische „Ha?!“ haben Einzug gehalten in meinen alltäglichen Sprachgebrauch und nerven wahrscheinlich schon alle meine Mitmenschen. Freunde und Menschen, die ich öfter treffe, wissen meist schon davon und leben damit. Aber ich will halt auch nicht jedem gleich auf die Nase binden: „Hey! Hallo! Ich bin Dominik und ich hör am linken Ohr verdaaaammmt schlecht, also bitte direkt ins rechte reinreden und sorry, falls ich tausendmal nachfrage!“ (Klar, in Zukunft könnte ich einfach diesen Blogbeitrag ausgedruckt vorab an die Bar legen.)

Aber ja, falls ihr euch das fragt: Es ist verdammt schwer, richtig gut zu kommunizieren. In größeren Gruppen und lauteren Runden kann es schon mal sein, dass ich die eine sprechende Person nicht verstehe und mich an den Menschen um mich herum orientiere, ob es jetzt Zeit ist, zu nicken, ernst zu schauen oder zu lachen. Es ist natürlich nicht die feine englische Art und wahrscheinlich habe ich dadurch auch schon hunderte Angebote gar nicht mitbekommen, aber so läuft das bei mir grad nun.

Nachdem ich mir 2018 vorgenommen habe, mal wieder ein bisschen mehr outgoing zu werden, bremst mich halt mein aktueller Gehörzustand etwas ein. Aber das Jahr ist noch jung

33 Prozent

Als ich im August erstmals das Wort „Tieftonhörsturz“ gehört hab, habe ich es nicht gleich begriffen. Ganz ehrlich … es brauchte noch bis Ende September, bis ich das erste Mal gecheckt hab, dass das offenbar nicht so leicht weggeht. Nach mehrmaligen Besuchen bei meiner HNO-Ärztin und einem MRT-Check, um ein Akustikneurinom (so ein gutartiger Tumor im Kleinhirn oder so) auszuschließen, schockte mich schließlich einer der Ärzte in der HNO-Ambulanz. Er war der erste und wohl auch der ehrlichste, der mir die Chancen erklärt hat: In 33 % der Fällen wird es wieder besser, in 33 % der Fällen bleibt es gleich und in 33 % der Fällen wird es schlechter und kann bis zur Vertäubung führen. Und ganz ehrlich: Davor habe ich richtig Schiss. Das ist auch der Grund, warum ich alles nur erdenklich Mögliche der Schulmedizin ausnutzen möchte. Ich habe Kortison nun bereits intravenös und mehrfach mit einer Spritze durchs Trommelfell durch ins Mittelohr bekommen (hört sich schlimm an, aber es ist relativ unspektakulär). Aktuell steht auch ein kurzer stationärer Eingriff im Raum, bei dem man das Trommelfell wegklappt und direkt an der Außenhülle des Innenohrs arbeitet. Ein weiteres, genaueres MRT ist in den kommenden Wochen geplant. Alles für das Gehör!

Dann gibt es da noch Menschen aus meinem Umkreis, die mir auch mal zu Alternativmedizin raten. Da ich ewig schon mit Verspannungen im Nackenbereich zu tun hatte, bin ich deshalb auch mal zu einem Chiropraktiker gefahren, der mir starke Schmerzen zugefügt hat, aber nach drei Tagen schließlich auch etwas Entspannung in diesem Körperbereich. Nun reden mir meine Schwester und meine Mama den Besuch einer Kinesiologin ein – und ganz ehrlich: Was habe ich zu verlieren außer unnötig viel Geld?

Nachdem ich auf Twitter mal herumgefragt habe, habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass ich nicht allein bin. Deshalb funktionieren Selbsthilfegruppen offenbar so gut! Diese Menschen haben mir fast durchgehend erklärt, dass oftmals die Kortisontherapie nicht ruckizucki Ergebnis lieferte, sondern erst eine Veränderung des Lebens eine Verbesserung herbeiführte. Da habe ich dann bemerkt: Medikamente allein reichen nicht. Sie sind gut, aber ich muss da mehr anpacken.

Welcher Stress?

Stress erzeugt Hörstürze. Unsensibel wie meine Mama manchmal sein kann, meinte sie nur „Naja, wo hast du denn so einen Stress? Da müssten ja alle anderen Menschen auch Hörstürze haben“. Heute hat sie ihre Aussage natürlich längst revidiert, aber ja, ich bin nicht so einer, der von einem Termin zum anderen huschen muss, immer auf Achse ist und rein von der sichtbaren Arbeitsbelastung an einem Burnout vorbeischrammt. Aber wie ich die letzten Wochen gemerkt habe: Mein Stress ist zu einem sehr, sehr großen Teil unnötig und läuft in meinem Kopf ab. Da braut sich etwas zusammen, belegt stundenlang während eines Bürotages meine Gedankengänge, erzeugt in mir Verspannungen und all das, dabei müsste ich nur einfach etwas öfter „Nein“ sagen. Das ist ja etwas, das ich überhaupt nicht kann – aber es nun schließlich lernen muss. Dass es für meinen eigenen Stresshaushalt jetzt mal wichtiger ist, ruhiger zu treten. Echt nur das zu machen – neben meinem Job, der mir wirklich Spaß macht – was mir leicht von der Hand geht.

Und während ich also nach und nach Gewohnheiten ändere, auch mal Nein sage und vielleicht Menschen damit vor den Kopf stoße und versuche meinen inneren Stress damit deutlich abzubauen, denk ich mir: Hey, Dominik! Du hast jetzt die Chance ein neuer Mensch zu werden. Und ja, Leute, auch das setzt mich unter Druck – weil eigentlich würd ich nur gern wieder gut hören.

Jetzt mache ich mich mal fertig und geh wieder einmal in eine Bar mit einer viel zu großen Runde an Menschen, versuche möglichst vieles zu verstehen (und nicht wie so oft, die schrillen Menschen auf den Nebentischen besser zu verstehen!) und am Leben teilzuhaben. Weil es einfach gut ist, mal Menschen schlecht zu hören, als immer nur den Tinnitus zu gut. Aber ja, ich wollte darüber schon einige Zeit länger schreiben. Weil es mich seit Monaten beschäftigt, mein Leben beeinträchtigt und man auch darüber mal reden sollte. Nämlich sehr laut und am besten ins rechte Ohr rein.

Das Beitragsbild ist übrigens ein Schnappschuss von meinen MRT-Aufnahmen.

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Das war 2017.

Ich bin ein naiver Optimist™ – deswegen lege ich am Jahresende alle Hoffnungen auf den vermeintlichen Neuanfang, der am 1. Jänner 2018 auf mich wartet. Aber heute blicke ich gerne noch einmal zurück, weil das Drübernachdenken mir schon oft wieder Dinge in Erinnerung gerufen hat, die ich bereits in meinem Gehirn irgendwo abgelegt hatte.

Ich sag es immer so: 2017 war durchwachsen. Aber durchwachsen ist ja auch nicht so schlecht wie „scheiße“. Deshalb kann ich auf einige große Erfolge zurückblicken.

Was gut lief

  • Mein Projekt 365 gute Dinge habe ich mit dem heutigen Tag erfolgreich abgeschlossen.
  • Im Jänner habe ich in Windeseile meine Masterarbeit geschrieben, die dann auch positiv bewertet wurde.
  • Im März habe ich die Masterprüfung zwar nicht geschafft, aber ich seh es positiv, da ich den Lernstoff dankenswerterweise noch einmal (bzw. überhaupt einmal) lernen durfte.
  • Im April gelangte 365 gute Dinge auf die Shortlist für den „Alternativen Medienpreis“
  • Im Juli habe ich schließlich die Masterprüfung bestanden und somit meine „Karriere“ an Hochschulen abgeschlossen.
  • Im Oktober gelangte mein Romanmanuskript „Volle Distanz. Näher zu dir“ auf die Shortlist des Goldegg Book Slams
  • An meinem Geburtstag, im Oktober sowie am 15. Dezember habe ich aus meinen Werken gelesen – es war jedes Mal ein wunderbares Gefühl und ein großer Erfolg.
  • Seit Oktober 2017 habe ich eine Festanstellung bei ovos – und zugleich auch noch Zeit für meine Projekte nebenbei (was mir sehr wichtig war)
  • Ich habe zwar dieses Jahr einige Kilos zugenommen, aber seit Mitte November nehme ich wieder sehr erfolgreich ab.

Was nicht gut lief (oder auch: „Wie bitte?“)

Kennt ihr das, wenn ihr glaubt, dass das verminderte Hörvermögen einfach nur „stark verschlagene Ohren“ sind? Ihr zum Hausarzt geht und nach einer Woche Antibiotika zumindest kurzzeitig eine leichte Verbesserung da ist? Man sich dann ein bisschen Nasenspray-abhängig macht, bis man schließlich im Sommer zu einer HNO-Ärztin geht? Und die einem dann erklärt, dass das nichts mit den Nebenhöhlen zu tun habe, sondern dass es sich hier um einen „Tieftonhörsturz“ handle. Man ein MR macht, damit ausgeschlossen werden kann, dass es sich um einen gutartigen Tumor im Ohrbereich handelt. Und ihr seit Monaten von einem Tinnitus begleitet werdet. Falls ja, dann tut es mir leid.

Ich habe also seit einem Jahr einen Tieftonhörsturz. Jetzt sagen sicher viele: „Was? Ein Hörsturz? So lange unbehandelt? Das wird doch nie wieder!“ Aber es wurde immer wieder besser, es war mehrere Male fast wie früher. Das gibt mir Hoffnung. Und so habe ich monatelang Kortison-Tabletten bekommen, war drei Mal im Krankenhaus, damit man mir Kortison mit einer Spritze hinters Trommelfell hineingibt. So wie aussieht, werden im Jänner erneut solche Krankenhaustermine anstehen.

Eigentlich hatte ich mir im September vorgenommen, bis Ende des Jahres wieder gesund zu werden. Aber was ich in diesem Jahr auch lernen musste: Hörstürze gehen selten einfach so weg. Auch nicht einfach so aufgrund der Kortisontherapie. Denn Hörstürze kommen von lauter Musik und übermäßigem Stress – und ich höre eigentlich nie laute Musik. Deswegen habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, 2018 etwas ruhiger angehen zu lassen. Mehr auf mich zu schauen. Mich wieder etwas mehr zu spüren.

Die Chancen stehen mittel: in 33% der Fälle wird es wieder so gut wie vorher, in 33% der Fälle wird es zwar besser, aber nicht mehr so gut wie vorher und in 33% der Fälle bleibt der Verlust des Hörvermögens so wie es ist. Ich hoffe ja auf die ersten 66% – am schönsten wäre es ja zudem, wenn der Tinnitus endlich sein Pfeifen einstellen könnte. Aber ja: Ich entstresse mich, habe mir für 2018 auch kein irrsinnig großes Projekt vorgenommen (I’m looking at you, 365guteDinge!). Und hoffentlich wache ich dann einfach mal auf, weil sich mein linkes Ohr dazu entschlossen hat, wieder gut zu hören.

Aber falls ihr mich in den kommenden Wochen und Monaten seht: Habt bitte ein Nachsehen. Ich werde sehr oft nachfragen. Ich werde euch regelmäßig das rechte Ohr (also: Das gute Ohr!) hinhalten. Und wenn ich in einer größeren Gruppe bin und immer nur nicke oder lache, wenn die Leute um mich herum nicken oder lachen, dann bedeutet das: Leute, ich kann euch echt nicht folgen, mir ist es aber peinlich, 1.000 Mal nachzufragen. Sorry dafür.

2018, ich wünsche mir werde:

  • meinen Tieftonhörsturz besiegen
  • mehr Zeit zum kreativen Schreiben haben
  • in Literaturzeitschriften abgedruckt werden
  • Volle Distanz. Näher zu dir neu schreiben (Aufbau und Inhalt bleiben gleich, Sprache wird neu)
  • weiter Kilos abnehmen und mich wieder wohler fühlen
  • mehr Zeit für mich haben (und diese auch nur für mich nutzen – herrliches Nichtstun)
  • die Liebe meines Lebens finden (oder zumindest wieder einmal nach ihr suchen)

 

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Gegenbewegung, Demokratisierung und Gutenberg – Meine Themenideen zum #mcvie 2017

So wie im vergangenen Jahr möchte ich mir mit diesem Beitrag schon vorab ein Ticket fürs mediencamp 2017 sichern. Deshalb meine drei gewagten Thesen bzw. langweiligen Themenvorschläge. #blogparade (Wenn du schnell bist – bis heute, 17.10. kann man noch mitmachen – alle Infos hier!)

Ich freu mich zwar schon auf Podcast-Sessions und irgendwas übers Bloggen – aber das wären so meine Themen, die mir jetzt gerade, durch den Kopf schwirren. (Und falls man sich fragt, welch verrückte Bilder ich da gewählt habe: Fürs Titelbild habe ich „Barcamp“ gesucht und für die folgenden Bilder etwas aus dem

1. Scheiß auf Influencer

Das kam auf der ersten Seite von Pixabay beim Suchbegriff „Influencer“

„Wenn ich mal groß bin, möcht ich Influencer sein!“ – Das große Modewort beschreibt eigentlich nur „Wenn das Geld stimmt, verkauf ich meine Seele auch an Monsanto!“-Menschen. Zahlreiche Männer und Frauen, Mädels und Jungs beginnen zu bloggen zu instagrammen mit dem Anfangsziel, nach einem Jahr so und so viel Geld verdient zu haben. Das macht das ganz klassische Nutzen von Blogs, Instagram, YouTube usw. viel weniger romantisch – oder anders gesagt: Scheiße.

Wir brauchen eine Gegenbewegung. Vertrauenswürdige Menschen, die das schon seit Jahren machen. Die aufzeigen, dass auch sie eine Meinung und eine „Leserschaft“ haben, aber das aus freien Stücken heraus und völlig unbezahlt machen.

2. Demokratisier mich!

Das kam auf der ersten Seite von Pixabay beim Suchbegriff „Demokratie“

Gerade nach der Wahl ist es wieder an der Zeit, den Menschen zu zeigen, dass sie etwas verändern können. Und da geht es nicht darum, eine Partei beizutreten – sondern im Kleinen. Im Grätzel, in der Gemeinde, im Bezirk. Viele Menschen wissen gar nicht, dass Gemeinderatssitzungen grundsätzlich öffentlich sind, sie wissen auch nicht, dass Protokolle davon online zu finden sind. Die meisten Menschen wissen somit auch gar nicht, wer was wann beschlossen hat. Und dass man sich da selber auch hätte einbringen können.

Und genau das ist – wie ich finde – das Problem: Politik agiert schon im Kleinsten unbemerkt von der Bevölkerung. Ist es die Schuld der Politik? Ja. Aber auch die Schuld der Bevölkerung? Ja, natürlich. Kann man daran etwas ändern? Ja! Und wie gesagt: Es sollte nicht parteipolitisch sein – die Mitmachdemokratie sollte überparteilich sein.

3. Gutenberg? Tell me more about it

Das kam auf der ersten Seite von Pixabay beim Suchbegriff „Gutenberg“

Gutenberg wird ja in naher Zukunft der neue Editor in WordPress. ch selber hab mir das Plugin schon runtergeladen und ein bisschen daran herumgespielt, aber mich würde interessieren, ob es da schon ExpertInnen gibt, die einen Einblick in die Möglichkeiten geben können.

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Das war 2016

Veränderungen verstören mich. Und so blicke ich nach 2014 und 2015 auch in diesem jahr wieder zurück. Kurzfazit: Ich mag dich jetzt schon, 2017.

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Tools, Podcasts, Fakten – Meine Überlegungen zum #mcvie

Es ist ja schon etwas peinlich: Da behaupte ich, stets im Medienalltag unterwegs zu sein – und dann war ich noch kein einziges Mal am mediencamp. Zugegeben, letztes Jahr musste ich mein Ticket kurz vor Beginn aus privaten Gründen noch hergeben, aber 2016 möchte ich dann wirklich mit dabei sein. (Und dieser Beitrag im Rahmen der #mcvie-Blogparade würd mir dabei helfen.)

Die OrganisatorInnen des mediencamps möchten in dieser Blogparade nämlich schon vorab gerne erfahren, worüber die Menschen diskutieren wollen oder auch welche Vorträge man bereits geplant hat. Deshalb die große Frage: Worüber denn diskutieren?

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Wenn Plan A nicht gelingt.

Wenn man sich nicht mehr zum Schutz hinter dem literarischen Ich verstecken möchte und es gerade deshalb doppelt so schwer fällt, die richtigen Worte zu wählen: Über Dominik, der manchmal den Mut verliert und den Optimismus, der ihn immer begleitet hat. Über Dominik, der mit Scheitern konfrontiert wird und mal wieder beginnt, alles zu hinterfragen. 

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Gilmore Girls – Warum ich immer #TeamJess sein werde

Die Gilmore Girls kehren zurück – und mit ihnen auch die Frage, welchem Team man sich anschließt: #TeamDean, #TeamJess oder #TeamLogan? Für mich ist die Wahl eindeutig.

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36 Fragen und 4 Minuten zum Verlieben – Beitrag fürs Radioatelier bei NJOY Radio 91.3

Gibt es Liebe auf den ersten Blick? Keine Ahnung. Aber gibt es ein Patentrezept zum Verlieben? Eventuell. Zumindest gibt es einen Fragebogen, der das verspricht. Ich hab mich mit einer Frau unterhalten, die diesen Fragebogen ausgetestet hat.

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Mut zur Differenzierung.

 

Diskussionen sind 2016 erschreckend ermüdend geworden. Ich bin sogar soweit, dass ich in Tweetdeck nun alle Themen, die über eine längere Zeit „trenden“, zu „muten“. Sie also „stumm“ zu schalten und somit voll und ganz zu ignorieren. Nicht, weil ich keine Meinung dazu habe, oder mich die Meinung anderer Menschen nicht interessiere. Aber es gibt heute viel, viel stärker als früher diesen massiven Gegensatz.

Früher war es noch dieses Links gegen Rechts. Das war meist recht einfach zu verstehen: Alles was nur einen Milimeter von der Definition der jeweiligen Person von Links abwich, war automatisch Rechts und zu verurteilen. Et vice versa. Man warf mit Namen um sich, ob „linke Zeck'“, „Nazi“ oder „Diese Streitereien gibt es immer noch, sie sind immer noch langweilig und sie werden wohl nie auch nur einen Hauch spannender werden.

Heutzutage heißt die Diskussion plötzlich Refugees Welcome vs. Rapefugees. Heute ist man entweder Flüchtlingen übermäßig positiv gegenüber eingestellt oder sie sind eine vergewaltigende Horde junger muslimischer Männer aus einer anderen Kultur. Etwas anderes scheint oftmals nicht mehr zulässig.

Mehr Möglichkeiten bietet die Religion. Hier unterscheidet man zwischen Religion ist grundsätzlich scheißeJede Religion ist gleich scheiße, Der Islam ist mehr scheiße als alles andere und Das Christentum ist die einzige Rettung vor der Islamisierung des Abendlandes. Ja, man sieht es auch hier sehr gut: Zwischen „Ich find den Islam ja als Religion irgendwie recht … mittelalterlich“ und „Die Islamisierung des Abendlandes“ findet statt könnte man rein diskussionsrechnisch noch Abermilllionen Argumente und Punkte einfordern. Doch daran scheitern viele heute.

Weitere Themen wären: Ich habe nichts zu verbergen vs. Wir leben in einem Polizeistaat. Ein Polizeistaat, und das sollten jene einmal beachten, die dieses Argument vorbringen, ist z.B. Nordkorea. Oder China. Oder die Diskussion um die „Rettung Griechenlands“ vor dem Staatsbankrott, die einem nur zwischen Züchtigt die verschwenderischen Griechen! und Nieder mit den furchtbaren Deutschen! entscheiden ließ.

War es früher auch schon so ermüdend? Oder bin ich einfach bisher in einer mehrpoligen Welt aufgewachsen – und nach und nach brechen die anderen Pole weg, bis nur mehr zwei übrig bleiben und man sich entscheiden muss? Waren Argumente und Fakten schon immer so irrelevant? Oder sind Hasspostings … wie sagt man so gern … „in der Mitte der Gesellschaft angekommen“? Ist keine ordentliche Diskussion mehr möglich?

(Und ja, ich nenne den Beitrag „Mut zur Differenzierung“, verlasse aber durch mein „muten“ zahlreiche Diskussionen. Vielleicht bin ich aktuell einfach schon zu müde, um die Menschen auf andere Sichtweisen aufmerksam zu machen. Vielleicht bin auch einfach schon zu oft daran gescheitert. Oder aber, vielleicht brauch ich nur wieder mal etwas Abstand oder auch andere Follower.) 

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#30Tage Jänner: Workout-Dominik

Die ersten #30Tage dieses Jahres werde ich mit Bewegung verbringen.

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Meta/Privat Pläne

2016: And now for something completely different

Damit ich mich nicht langweile, muss ich mir immer wieder neue Projekte überlegen. Manchmal schaffe ich sie, manchmal breche ich sie auch einfach ab – um sie Jahre später erneut zu versuchen. Das Ziel ist aber ein jedes Mal, mich etwas herauszufordern. Das will ich 2016 nun zur Routine werden lassen.

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Das war 2015

Ich liebe ja Traditionen. Und nachdem ich 2014 bereits zurückgeblickt hab, mache ich das natürlich auch dieses Jahr wieder. Alles in allem: Es war toll!

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Suche: Job. Biete: Arbeit

Warum nicht: Hiermit begebe ich mich auf Arbeitssuche. Beziehungsweise bitte ich darum, gefunden zu werden.

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Zeig, was du kannst

Warum der Mensch hinter den Worten wichtig ist und wie man diesen Menschen und seine Worte am besten präsentieren kann. Teil Fünf meiner #Blog-Serie.