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Das war 2016

Veränderungen verstören mich. Und so blicke ich nach 2014 und 2015 auch in diesem jahr wieder zurück. Kurzfazit: Ich mag dich jetzt schon, 2017.

Studieren

Ich könnte schon längst fertig sein. Also wirklich schon seit einer Ewigkeit. Seit ungefähr einem halben Jahr. Aber ich wäre nicht Dominik, hätte ich das so mir nichts, dir nichts flott erledigt. So passiert der Abschluss also im Folgejahr – was mir eh ganz gut passt

Schreiben

Der literarische Dominik hat in den Monaten Mai bis September einige seiner besten Texte geschrieben. Am 19. Dezember hat er sie dann auch in einer richtigen Lesung mit richtigem Publikum und richtigem Applaus vorgetragen, was ihm wieder klar machte, dass er das am liebsten für immer machen möchte. Das Buch hat noch keinen Verlag, aber es gibt nun zumindest einen Plan, sozusagen eine Exit-Strategie.

Der journalistische Dominik hat den Lieblingstext von 2015 im Jahr 2016 auf seinem Blog veröffentlicht: „Endstation: Todessehnsucht“ über meine Oma. Nebenbei begann ich bei der bz – Wiener Bezirkszeitung zu schreiben und setzte meine Arbeit beim MFG Magazin fort.

Der mit Abstand meistgelesenste Text war aber in diesem Jahr „Wenn Plan A nicht gelingt.“ Bis heute griffen etwas mehr als 15.700 Menschen darauf zu. Und führten zur Einladung zu fm4 Auf Laut, um über das Leben mit Mindestsicherung zu reden. Diese Folge ist übrigens am 19. Dezember mit dem Journalismuspreis „von unten“ ausgezeichnet worden!

Lieben

Wenn das ganze Leben irgendwie nicht passt, dann wird das wohl auch nichts mit dem Lieben, oder? Soll heißen: Ich suche gerade nicht, will erstmal das Nervigste in meinem Kopf (die Masterarbeit!) abschließen und hoffe dann, dass sie um die Ecke kommt und „Hallo!“ sagt.

Leben

Wien ist toll, Wien kann aber auch scheiße sein. 2016 war ein Jahr, das so unrund war, und das definitiv nicht, weil Promis starben, sondern weil sich irgendwie alles falsch, kaputt, komisch anfühlte, weil wenig gelang, weil ich irgendwie auch im Kreislauf des Scheiterns gefangen war. Vieles ist mir geglückt, natürlich, aber alles in allem fühlte es sich einfach nur beschissen an, dieses Jahr. Und da kann eine Single-Wohnung in Wien richtig toll sein, aber auch richtig seelenauffressend, wenn man einfach nicht mehr rausgeht.

Jobs

Ich schreibe beim MFG Magazin und bei bz-Wiener Bezirkszeitung, arbeite auf Projektbasis wieder für ovos und bin im Gespräch für Tolles im Jahr 2017.

Reisen

Rein reisenmäßig war es mittelmäßig:

  • Lemberg im Februar

Dort war es aber zumindest sehr toll.

Fazit: 2017, mach es besser!

Am 31. 12. 2015 habe ich mir gewünscht, dass 2016 „bitte mindestens genauso toll sein“ soll. Dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung. Aber ich habe nun alle Hoffnungen in das neue Jahr gesetzt und bin einfach mal froh, wenn um 00:00 Uhr alles auf Null gesetzt wird.

Der obligatorische Fragebogen

Zugenommen oder abgenommen?

Ja. Leider.

Haare länger oder kürzer? 

Aktuell knapp zu lang. Aber ich ging durchschnittlich öfter zum Frisör.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Gleichbleibend.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Mehr.

Die teuerste Anschaffung?

Mein Macbook Pro.

Das leckerste Essen?

Krautfleckerl.

Das beeindruckenste Buch?

Vom Ende der Einsamkeit von Benedict Wells.

Der ergreifendste Film?

Habe ich 2016 einen Film gesehen?

Die beste CD?

Hamilton.

Das schönste Konzert?

Ich habe ein Konzert der Philharmonie in Lemberg gehört. Das war schön.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Mit depressiven Gedanken.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

meinem im April geborenen Neffen

Vorherrschendes Gefühl 2016?

Warten.

2016 zum ersten Mal getan?

So richtig vor Publikum gelesen. (Bzw. zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit oder 9 Jahren)

2016 nach langer Zeit wieder getan?

Nicht mehr weitergewusst.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Arbeitslosigkeit, Mindestsicherung, depressive Phasen.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Das 2016 gar nicht so schlimm wird. (Ich Ahnungsloser!)

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Vertrauen.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Dass ich Taufpate meines Neffens werden durfte.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Schreib unbedingt weiter!

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Ich fühle mich wohl bei dir.

2016 war mit 1 Wort…?

Beschissen, vong Inhalt her.

Einen Jahresrückblick auf Neon|Wilderness gibt es übrigens auch.

One Comment

  1. Janine Janine 10. Januar 2017

    Lieber Dominik,

    während ich deinen Blogkommentar gelesen habe, musste ich immer mehr schmunzeln – du bist herrlich selbstkritisch – bleib bitte so. Ich denke, dass dich das ausmacht. Allein der obligatorische Fragebogen – den hast du ziemlich ehrlich beantwortet. Machen das viele Menschen? Davon kenne ich wenige, aber im Internet begegnet man vielen Menschen und die wenigstens sind selbstkritisch oder nennen die Dinge beim Namen. Ich bin ebenso beeindruckt, dass du eine Lesung vor Publikum abhalten konntest: das muss wahrlich ein beeindruckender Moment gewesen sein. Bewahre dir diese Erinnerung, denn solche Momente sind kostbar.

    Außer dem Studienabschluss – welche Ziele verfolgst du noch für 2017? Ich drücke dir ganz doll die Daumen und wünsche dir für die Zukunft alles Gute!

    LG
    Janine

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