Tools, Podcasts, Fakten – Meine Überlegungen zum #mcvie

Es ist ja schon etwas peinlich: Da behaupte ich, stets im Medienalltag unterwegs zu sein – und dann war ich noch kein einziges Mal am mediencamp. Zugegeben, letztes Jahr musste ich mein Ticket kurz vor Beginn aus privaten Gründen noch hergeben, aber 2016 möchte ich dann wirklich mit dabei sein. (Und dieser Beitrag im Rahmen der #mcvie-Blogparade würd mir dabei helfen.)

Die OrganisatorInnen des mediencamps möchten in dieser Blogparade nämlich schon vorab gerne erfahren, worüber die Menschen diskutieren wollen oder auch welche Vorträge man bereits geplant hat. Deshalb die große Frage: Worüber denn diskutieren?

1. Modernes Erzählen ohne Geld – geht das?

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Geschichten müssen erzählt werden und für den Bereich des Digital Storytellings gibt es wöchentlich neue Tools, die es einem erleichtern sollen. Da würde ich mir ein die kollaborative Entstehung eines Kompendiums wünschen: Was gibt es? Wofür eignet sich dieses Tool gut? Welche Vorkenntnisse braucht man dazu? Welches Tool ist zwar nicht gratis, aber recht kostengünstig?

Natürlich muss da zuerst die zu erzählende Geschichte wirklich großartig sein. Aber mit all diesen Tools (z.B. das nicht kostenlose Linius für eine Multimediareportage, tableau für Datenjournalismus, usw.) kann man selbst auf seinem eigenen Blog etwas erschaffen, was eigentlich die Medienhäuser gerne selbst hätten.

2. Can you hear me? – Die Rückkehr der Podcasts

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Ich habe Podcasts vor vielen Jahren gehört, nicht wirklich regelmäßig, aber doch hin und wieder. Und mich selber auch, mit einem einfachen Mikro und Audacity. Abre das ist sicher schon 7 Jahre her und seither ist mein Interesse zwar gewachsen, mein Wissen aber offenbar nicht so. Durch Serial und Konsorten sieht man zwar, was alles möglich ist (mit einem Studio, einem Rechercheteam und allem drum und dran) – aber mich würde interessieren: Was benötigt man, um einen halbstündigen Podcasts zu machen? Wie bereitet man sich darauf vor? Womit wird aufgenommen? Womit geschnitten? Wie bewirbt man das fertige Produkt?

3. Es ist Fakt, dass … – PolitiFact für Österreich, bitte!

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PolitiFact macht vieles richtig – kann man das in Österreich auch umsetzen? Was braucht es? Die Medien sind zwar seit zwei Jahren total auf den Faktencheck-Zug aufgesprungen, aber in Wahrheit bräucht es eine eigene Plattform. Wie kann man das finanzieren? Wäre das nicht etwas für die APA? Wie viele Menschen bräuchte man, damit man auch wirklich alle Politiker-Interviews (Bundes- und Landesebene) auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft?

Lasst uns diskutieren!

Ich habe also keine Vorträge im Kopf, aber viele diskussionswürdige Themen schwirren hier herum. Genau deshalb freue ich mich schon riesig auf das diesjährige mediencamp! Und schon jetzt möchte ich mich ganz herzlich bei den OrganisatorInnen bedanken!

Veröffentlicht von

Dominik Leitner

geboren im Mai 1988, Absolvent des Bachelorstudiums "Medienmanagement" an der FH St. Pölten (2013), Student des Masterstudiums "Journalismus und Neue Medien" an der FHWien der WKW (ab 2014)

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