Projekt #sommerworte 2014

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Manchmal, zwischen all den politischen (neuwal.com), musikalischen (subtext.at) oder medialen Themen (hier), schreibe ich auch gerne Literarisches.

Zu finden ist das normalerweise in halbwegs regelmäßigen Abständen in der Neon|Wilderness. Für diesen recht unbeständigen Sommer habe ich aber eine alte Idee wieder aufgegriffen und ziehe sie diesmal ohne einen Stolperstein durch:

sommerworte

In den beiden Sommermonaten erschienen und erscheinen 62 literarische Texte. Davon ungefähr zwei Drittel von mir und ein Drittel von großartigen GastautorInnen. 2011 gab es dieses Projekt auch schon mal und es scheiterte einerseits an Regelmäßigkeit und andererseits an Inhalten. Deshalb erkläre ich gerne meine Learnings:

Planung tut gut

Es war auch in diesem Jahr relativ spontan, dieses Projekt in Angriff zu nehmen. Aber dieses Mal half mir ein Tabelle in Google Drive, die Übersicht zu behalten. Ich habe unzählige Text vorgeschrieben (viele Texte, die erst in zwei Wochen erscheinen, wurden bereits vor zwei Wochen geschrieben), habe zusätzlich eine Liste mit potentiellen GastautorInnen erstellt (und den jeweiligen Status dazu) und fügte dann noch ein schönes Diagramm ein, um zu sehen, wie viele Texte noch zu schreiben seien. Das ist zwar in erster Linie Spielerei, aber genau so gehe ich solche Projekte immer gerne an.

Und: Die Vorausplanung und das Vorschreiben der Texte hilft dabei, dass man stets einen Puffer hat. Und sich dann nicht zwingen muss, noch rasch einen Text für morgen zu schreiben. Das tut nicht nur der Psyche, sondern auch der Kreativität gut.

Nur Mut

Dass ich jetzt über 20 Gastbeiträge zusammenbekommen habe, überrascht mich selbst. Ja, man hat Kontakte, man liest andere Blogs. Aber trotzdem hatte ich vor so manchen GastautorInnen gehörigen Respekt. Was ich aber diesmal gelernt habe: Anfragen hilft. Und von den rund 25 Angefragten haben zwei abgelehnt. Das ist eine echt großartige Ausbeute.

Wohl das wichtigste Learning: Keine Angst zu haben. Einfach anfragen, nachfragen, probieren. Mehr als eine Absage kann man nicht bekommen. Und solche Projekte, mit GastautorInnen, machen auch noch ein Stückchen mehr Spaß als 62x Literatur nur von mir.

Sex sells

Mal wieder. Der erfolgreichste Text von mir ist – irgendwie wenig überraschend – „Herr Leitner und die All-Inclusive-Sexträume„, eine Erzählung über meine Abschlussreise. Der erfolgreichste Gastbeitrag kam, und das überraschte mich sehr, „Sand im Getriebe„. Und das überrascht mich natürlich nicht wegen des Textes selbst (Der ist großartig!), sondern weil die Autorin, Anna Maria Laganda es „nur“ auf Facebook geteilt hat. Bekanntere AutorInnen, BloggerInnen usw. haben es mit dem Teilen Facebook und Twitter nicht mal ansatzweise auf diese Leserzahl gebracht. Das war eine sehr spannende Beobachtung.

Keine Chance ohne Facebook und Twitter

Hätte ich keine Plattform, wo ich die frisch veröffentlichten Beiträge teilen könnte, hätte ich kaum Besucher. Die meisten Besucher kommen zur Neon|Wilderness über Facebook (rund 500 in den letzten 30 Tagen), und weit abgeschlagen über Twitter (rund 150 in den letzten 30 Tagen). Und 6 (!) von Google+ sowie 4 von Reddit (wobei ich auf G+ jeden Beitrag geposted habe, auf Reddit nur vereinzelt).

Also, so sehr mich z.B. Facebook manchmal nervt, es ist trotz alledem ein wunderbarer Kanal, um Publikationen zu bewerben.

Fazit: So kann es gehen!

Ich freue mich wirklich, dass es in diesem Jahr so gut geklappt hat. An eine Neuauflage im kommenden Jahr kann schon gedacht werden. Meine Liebe am Schreiben ist dadurch noch stärker geworden und das Lob (für meine eigenen Texte) ist natürlich Balsam für die Seele.

Wer Interesse an den #sommerworte-Texten hat: