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1+1 – Neues Handy, neues Glück?

Seit nunmehr zwei Wochen bin ich im Besitz eines neuen Handys. Zeit für einen ersten Erfahrungsbericht.

Der Grund für den Wechsel

Gerade einmal eineinhalb Jahre nachdem ich mir ein Google Nexus 4 zugelegt habe, bin ich nun umgestiegen. Warum? Einerseits, weil es sich in den vergangenen Wochen regelmäßig grundlos ausgeschaltet hat, und andererseits, weil es selten wirklich „geschmeidig“ gelaufen ist. Oftmals wurden die wichtigsten Apps wie Facebook, Twitter oder Google Mail sich nicht richtig geladen und/oder sind abgestürzt – für einen exzessiven Smartphone-Nutzer wie mich ist das natürlich nicht gerade angenehm.

Aber ich hätte das natürlich ausgehalten – mit einem nur holprig funktionierenden Smartphone noch ein paar Monate durchkommen, das wäre kein Problem gewesen. Doch da sich in den vergangenen Wochen ergeben hat, dass etwas Budget für den Smartphonekauf da war, nutzte ich diese Chance natürlich gleich.

Das neue Smartphone

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Es ist schließlich das sagenumwobene „OnePlus One“ geworden. Noch nie davon gehört? OnePlus ist ein chinesischer Smartphonehersteller und One sein erstes (und bisher einziges) Gerät. Technisch ist es extrem stark und preislich ist es maximal Mittelklasse. Für die 64-GB-Ausführung zahlt man nur 299 Euro, für die 16-GB-Ausführung muss man 269 Euro bezahlen. Das Lustige an OnePlus ist, dass man das Gerät grundsätzlich nicht einfach so bestellen kann. Entweder man bestellt das Handy an jedem Dienstag von 0-24 Uhr, oder man holt sich eine Einladung (also einen „Invite“) von jemandem, der das Handy bereits bestellt hat. Ist nur ungefähr halb so kompliziert, wie es sich anhört.

Wer das Smartphone mit anderen Geräten vergleichen will, dem empfehle ich die Seite „versus.com“: Dort kann man die verschiedenen Geräte gegenüberstellen und erfährt dann, welche Gründe eher für das eine oder andere Gerät sprechen. Im Vergleich mit dem nun schon zwei oder drei Jahre alten Nexus 4 geht das One eindeutig als Sieger heraus. Aber wie sieht es mit den aktuellen Topgeräten aus? Es sprechen mehr Gründe für das One als für das iPhone 6 und das iPhone 6 Plus … gegen das Samsung Galaxy S5 verliert es aber knapp. Natürlich muss man sich die Argumentation genau ansehen – was braucht man bzw. was ist nebensächlich, jedoch sollte man auch eines bedenken: Die Topgeräte sind mitunter fast doppelt so teuer wie das One-Gerät.

Die drei besten Gründe für die Kaufentscheidung

Was spricht für das One?

  • der Preis – es gibt nichts Vergleichbares um 299 Euro
  • der Akku – mehr als einen Tag mit dem Akku auskommen? Wahnsinn!
  • der Bildschirm – Full-HD-Auflösung; ich mag scharfe Bilder!

Was dagegen?

  • die Größe – 5,5 Zoll Bildschirmdiagonale … das war mir eigentlich immer zu groß

 Wie gefällts?

Ich konnte es kaum erwarten: Donnerstag Nacht bestellt wurde es schon am Freitag aus Heathrow weggeschickt, landete Samstag Abend in Leipzig und war Montag früh in Wien – um 14 Uhr schließlich auch in St. Pölten. (Sendungsverfolgung ist das bessere Live-Fernsehen!)

Nachdem ich all die wichtigen Apps installiert und alle Designs ausgesucht hatte, kam die erste große Ernüchterung: Das One ist im Vergleich zum Nexus 4 keine Wundermaschine, es würde mir damit nicht möglich sein, die Welt zu retten oder ähnliches. In Wahrheit ist es nur ein neues Handy, dass dasselbe kann wie das Nexus 4, nur schöner, schneller, geschmeidiger. (Aber das ist ganz normal: Diese Enttäuschung habe ich bei jeder neuen Technikanschaffung.)

Was großartig ist: Der Akku. Mir war es nicht wichtig, dass der Akku bis zu drei Tage durchhält. Vielmehr wollte ich einfach nur, morgens das Handy abzustecken und es erst Abends vorm Schlafengehen wieder anzustecken. Und das hat das One bisher jeden Tag geschafft. Zwar hatte ich kurzzeitig das Gefühl, der Akku wird (schon nach wenigen Tagen) überraschend schnell leer – nachdem ich 4 Akku-Beobachtungs- und Entlastungs-Apps installiert habe, wurde ich fast schon paranoid … schließlich habe ich diese Apps wieder deinstalliert und bin jetzt recht zufrieden mit der Akku-Leistung.

Aber wie ist das mit der Größe? Zugegeben: Es ist noch ungewohnt. Das Nexus 4 schmückte sich mit einem 4,7 Zoll-Bildschirm, während das One einen 5,5 Zoll-Bildschirm sein Eigen nennt. Rein von der Schönheit der Darstellung her (gestochen scharf, unglaublich) zahlt sich der 17 % größere Bildschirm natürlich aus. Aber die Einhandbedienung, die ich vom Nexus 4 gewohnt war, kann ich zumindest jetzt noch nicht am One. Und mit zwei Daumen zu tippen ist aktuell auch noch nicht ganz so leicht und gewohnt.

Wie gehts weiter?

Mein Ziel ist es übrigens, das One nun drei Jahre zu behalten. Damit ich mir dann das Four (gehen wir mal davon aus, sie zählen so) kaufen kann und vollends zufrieden bleibe.

Worauf ich hoffe: Aktuell läuft das Smartphone auf Android – und mit der Adaptierung „CyanogenMod 11“. In Kürze soll entweder eine neue Version von CyanogenMod oder gar OxygenOS (die neue Betriebssystemadaptierung von OnePlus selbst, natürlich aufbauend auf Android) erscheinen – mit Android 5.0 im Hintergrund, anstatt dem Android 4.4. Das 5.0 habe ich bereits auf meinem alten Handy erlebt und gerade deshalb freue ich mich schon so, wenn es auch auf meinem neuen Handy ankommt.

 Würde ich es wieder kaufen?

Ja.

(Wobei: Erst jetzt las ich, dass offenbar im April ein neues OnePlus-Gerät angekündigt wird. Mal sehen.)

Du brauchst einen Invite?

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Von Dominik Leitner

Vierunddreißig Jahre, aufgewachsen in Oberösterreich; lebt, arbeitet und verliebt sich regelmäßig unglücklich in Wien – Literarische Texte gibt es hier: Neon|Wilderness

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